Lesenswertes - Archiv

Dr. Christina Heimken, Presse- und Informationsstelle
Westfaelische Wilhelms-Universität Münster

Münster (mfm/tb) - Action, Bewegung, Fitness, gesünderer Lebensstil - auf den Internetseiten der Hersteller von Videospielkonsolen wimmelt es von solchen Begriffen. Selbst eine Software zum Kalorienzählen fehlt nicht im Angebot. Diese Werbung suggeriert: Mit interaktiven Videospielkonsolen lässt sich körperliche Fitness auch vor dem heimischen Bildschirm erreichen. Der münstersche Sportmediziner Prof. Klaus Völker dämpft diese Erwartung jedoch: Ein Forscherteam unter seiner Leitung hat die Effektivität des Trainingsreizes der Konsolen anhand des Marktführers untersucht. Völkers Fazit: "Virtueller Sport ist allenfalls Bewegung und kann echten auf keinen Fall ersetzen".
Über 40 Sportstudenten - je zur Hälfte Männer und Frauen - nahmen an der Studie des von Völker geführten Instituts für Sportmedizin der Universität Münster teil. Die Anforderungen an die zwischen 21 und 29 Jahren alten

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Carsten Wette, Kommunikations- und Informationsstelle
Freie Universität Berlin

Mithilfe eines von Wissenschaftlern der Freien Universität betriebenen Internetportals zu Jugendsprache können Schüler von nun an ihre eigene Ausdrucksweise untersuchen. Die Forscher haben dafür die Seite www.alltagstauglich.jugendsprache-berlin.de mit einem Comic und einem Tutorium entwickelt. Ziel ist es, Jugendliche ab zwölf Jahren zu eigenständigen Sprachuntersuchungen zu ermuntern und zu befähigen. Außerdem bietet die Seite Lehrmaterial, das im Deutschunterricht von der 7. Klasse an verwendet werden kann.
Begrüßt werden die Jugendlichen in dem Portal von einem Außerirdischen namens Jettich. Er will die Sprache der Erdbewohner untersuchen und stellt fest, dass er die Jugendsprache nicht versteht; die Schüler sollen ihm dabei helfen.

Die Regeln der Sprachforschung lernen Schüler in einem Online-Kurs. Dort führt sie ein Internet-Professor mit Hörbeispielen und Wissenstests in die Grundlagen ein.

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Dr. Kristin Beck, Corporate Communications & Media Relations
Jacobs University Bremen

Gesundheitspsychologen der Jacobs University untersuchen die psychischen und physischen Auswirkungen von chronischem Stress bei Lehrern. Für diese Studie werden ab sofort Lehrer und Referendare als Probanden. Alle Studienteilnehmer erhalten neben einer Aufwandsentschädigung auch Informationen über ihre eigene Stressreaktion.
In Deutschland entscheiden sich zunehmend weniger Menschen für den Lehrerberuf, weshalb viele Schulen bereits jetzt über Nachwuchssorgen klagen. Denn obwohl sich hartnäckig das Vorurteil vom entspannten und gut bezahlten Halbtagsjob hält, ergeben wissenschaftliche Studien ein ganz anderes Bild: Vor allem die psychischen Belastungen der Pädagogen sind überdurchschnittlich hoch. Lehrer leiden im Vergleich zu anderen Berufsgruppen deutlich häufiger an Erschöpfungszuständen, Burnout und anderen Stresskrankheiten. Ärger mit Schülern und Eltern, Zeitdruck, der hohe Lärmpegel im

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(Quelle: Neurologen und Psychiater im Netz)
Riskanter Konsum von Alkohol bei Jugendlichen wird in hohem Maß durch das Nachahmen des Verhaltens Gleichaltriger und den Wunsch der Jugendlichen nach Zugehörigkeit und Anerkennung gefördert. „Indem Jugendliche in ihrer Familie jedoch Respekt und Aufmerksamkeit erfahren und dabei ein gesundes Selbstwertgefühl entwickeln, fällt es ihnen leichter, dem Gruppenzwang zu widerstehen und nicht mitzumachen, wenn sich Altersgenossen exzessiv betrinken“, rät Dr. Maik Herberhold, Vorsitzender des Berufsverbandes für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (BKJPP) in Bochum. „Die Förderung der Eigeninitiative und Eigenverantwortung zum Beispiel durch Übertragen wichtiger Aufgaben in der Familie erleichtert einem Jugendlichen, eigene Erfahrungen auch in Bezug auf Alkohol zu sammeln und sich ein Urteil zu bilden. Handelt ein Jugendlicher mit Zustimmung der Eltern, bestehen zudem viel bessere Chancen, dass er mit den Eltern über

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(Quelle: Neurologen und Psychiater im Netz)
Wer sich eine Fremdsprache aneignet, kann nicht nur sein Sprachverständnis und seine Kommunikationsfähigkeit verbessern. Vielmehr erhöht das Erlernen einer neuen Sprache auch die generelle Lernfähigkeit und fördert wesentliche kognitive Gehirnfunktionen. Darauf weist Dr. Curt Beil vom Berufverband Deutscher Neurologen (BDN) unter Berufung auf die Ergebnisse einer aktuellen, internationalen Studie hin. „Fremdsprachenlernen erleichtert es offenbar, sich auch in andere Wissensgebiete einzuarbeiten - das hat die Auswertung von über 1.400 weltweiten Untersuchungen zum Thema Mehrsprachigkeit im Auftrag der Europäischen Kommission ergeben“, berichtet der Neurologe. „Auch die Schnelligkeit bei der Entscheidungsfindung, die geistige Flexibilität und die zwischenmenschliche Kompetenz werden durch Mehrsprachigkeit gesteigert. Beim Denken, Lernen und Entscheiden wird der so genannte Arbeitsspeicher im Kurzzeitgedächtnis stärker beansprucht, was sich

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