Lesenswertes - Archiv

Philipp Kressirer, Kommunikation und Medien
Klinikum der Universität München
Fehlerhafte Steuerung des Glukosetransporters im Gehirn beeinträchtigt die Sprachverarbeitung bei Kindern.
An Legasthenie leiden in Europa ca. 22 Millionen Menschen. Nicht lesen und schreiben zu können, trotz Schulbesuch und viel Unterstützung durch die Eltern, belastet viele Kinder in ihrer Entwicklung und führt nicht selten zu Schulabbruch und psychischen Problemen. Ein deutsches Forschungskonsortium unter der Leitung der Kinder- und Jugendpsychiatrie der Universität München bestehend aus dem Max-Planck-Institut für Psychiatrie in München, dem Institut für Humangenetik der Universität Bonn und Life and Brain Zentrum in Bonn, den Kliniken für Kinder- und Jugendpsychiatrie der Universitäten Marburg und Würzburg haben erstmals ein Gen gefunden, das wesentlich die Regulation eines Glukosetransporters im Gehirn steuert und die Sprachverarbeitung bei Kindern mit Legasthenie beeinflusst. Diese Ergebnisse sind ab

...

Entwicklungsland Deutschland: Prävention könnte psychische Störungen bei Kindern verhindern
Ulrike Rolf, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Technische Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig

Psychische Störungen im Kindes- und Jugendalter sind weit verbreitet. Mittlerweile leidet fast jedes dritte Kind im Laufe seiner Entwicklung unter einer seelischen Erkrankung. Auf der Fachtagung "Seelisch gesund groß werden" an der Technischen Universität Braunschweig stellten Psychologen, Ärzte und Kinder- und Jugendpsychotherapeuten Präventionsmaßnahmen vor, deren Wirksamkeit wissenschaftlich nachgewiesen ist. Sie forderten, dass insbesondere Erziehende in einem gesundheitsfördernden Erziehungsstil geschult werden sollten, damit mehr Kinder seelisch gesund groß werden können.
In Deutschland spielt der Einsatz wirksamer Erziehungsprogramme und Präventionsstrategien eine untergeordnete Rolle. Vor allem in den angelsächsischen Ländern hingegen wird Frühprävention vom Staat unterstützt. "Es gibt

...

Robert Emmerich, Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit
Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Wenn Lehrer oder Schulen nicht mehr wissen, wie sie mit Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern umgehen sollen, finden sie ab sofort Hilfe an der Uni Würzburg. Dort hat Anfang Oktober die Sonderpädagogische Beratungsstelle für Erziehungshilfe die Arbeit aufgenommen.
Verhaltensauffälligkeiten unter Kindern und Jugendlichen sind weit verbreitet. Nicht nur Aggressivität, Gewalt und die Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitäts-Störungen (ADHS) spielen dabei eine Rolle. Auch Ängstlichkeit, soziale Unsicherheit, Drogen, Essstörungen oder "Null Bock auf die Schule" sind Probleme, mit denen Lehrerinnen und Lehrer häufig konfrontiert werden.

Unterstützung finden sie jetzt bei der Sonderpädagogischen Beratungsstelle für Erziehungshilfe am Lehrstuhl für Sonderpädagogik V der Universität Würzburg. Diese bietet Schulen Beratung für den Umgang mit verhaltensauffälligen Kindern und Jugendlichen. Dazu gehören:

-

...

MA Reto Caluori, Öffentlichkeitsarbeit
Universität Basel

Emotionale Erlebnisse bleiben erfahrungsgemäss besonders stark im Gedächtnis haften, jedoch nicht bei allen Menschen gleich stark. Wissenschaftler der Universität Basel haben für dieses Phänomen einen molekularen Mechanismus beschrieben. Die Forschungsresultate erscheinen diese Woche in der Online-Ausgabe der US-Fachzeitschrift PNAS.
An die Hochzeit, einen schönen Urlaub, aber auch an einen Unfall können wir uns oft noch Jahre später sehr gut erinnern. Hingegen werden alltägliche, gefühlsneutrale Geschehnisse nur oberflächlich abgespeichert und schneller vergessen. Dieser gedächtnisfördernde Effekt von Emotionen ist biologisch sinnvoll. So brennen sich erlebte Gefahrensituationen tief in unser Gedächtnis ein und können dadurch eher vermieden werden. Dieser Effekt von Gefühlen auf das Gedächtnis ist aber nicht bei allen Menschen gleich stark ausgeprägt.

Die Professoren Dominique de Quervain und Andreas Papassotiropoulos von der Universität

...